Mit meinem Sieg im Gesamtweltcup und dem Gewinn von zwei WM-Goldmedaillen im selben Jahr habe ich 1999 den großen Durchbruch geschafft. Die Medien sprachen angesichts meiner Dominanz in dieser Saison vom möglichen Beginn einer neue Ära im Damen-Weltcup. Leider wurde ich gleich zu Beginn der darauf folgenden Saison jäh durch einen Trainingssturz in Lake Louise gestoppt. Dabei zog ich mir eine schwere Verletzung im linken Knie zu.
Damit begann ein langer Leidensweg, denn der Weg zurück gestaltete sich schwierig. Kurz gesagt: Es folgten fünf Jahre Operationen und »Theater«. Obwohl ich nach der Verletzung nicht mehr jene Konstanz aufweisen konnte, habe ich nach dieser harten Zeit jeden einzelnen Erfolge besonders schätzen gelernt.
Im Olympiawinter 2001/02 erreichte ich wieder Spitzenplätze. In Salt Lake City verpasste ich mit zwei vierten Plätzen die Olympiamedaillen noch knapp, dafür krönte ich 2003 mein Comeback in St. Moritz als Vizeweltmeisterin. Fortan zählte ich wieder zur absoluten Elite, feierte weitere Weltcupsiege und durfte mich acht Jahre nach Nagano über eine weitere olympische Medaille 2006 in Turin freuen.
2008 beendete ich meine Karriere als Spitzensportlerin mit einem 3. Platz im letzten Saisonrennen, dem Super-G in Bormio.
Nicht missen möchte ich aber die Erfahrung in meiner Supersaison 1998/99, als ich sah, was möglich ist, wenn alle Komponenten optimal zusammenspielen.




